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Nichteheliche Lebensgemeinschaft - Wilde Ehe

Ehe ohne Trauschein manchmal auch “friends with benefit”

Was früher als anstößig galt, ist spätestens seit den 80er Jahren eine akzeptierte Lebensform. Sie ermöglicht es Partnern ohne weitere gegenseitigen Verpflichtungen zusammenzuleben. Das bedeutet, dass alle Beteiligten weiterhin für sich selbst allein verantwortlich sind und jeder weiterhin ausschließlich für sich selber frei entscheiden kann. Trotzdem entstehen oft Probleme wenn eine Nichteheliche Lebensgemeinschaft aufgelöst werden soll beispielsweise welcher Partner aus der gemeinsamen Wohnung auszieht, wer ein gemeinsam angeschafftes Auto behält oder wie es um das Umgangsrecht mit Kindern steht.

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Ich berate & vertrete Sie zum Recht der Nichtehelichen Lebensgemeinschaft

Sich möchten eine Nichteheliche Lebengemeinschaft beenden und wissen nicht welche rechtlichen Folgen daraus entstehen können. Lassen Sie sich kompetent beraten.

Ich bin an Ihrer Seite

Die wichtigsten Informationen zum Thema

Grundsätzlich entstehen durch eine Nichteheliche Lebensgemeinschaft keine rechtliche Beziehungen zwischen den Mitgliedern.Dies ist häufig das gewünschte Ziel von Paaren, die aus diesem Grund heiraten möchten.

Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass der eine Partner ohne eine besondere Vollmacht für den anderen Partner keine Entscheidung treffen kann. In Nichtehelichen Lebensgemeinschaft ist ohne ausreichende (schriftliche) Vollmacht eine gegenseitige Vertretung nicht möglich. Daher ist es sinnvoll, Vollmachten für den Lebenspartner zu erteilen, wenn dieser in bestimmten Bereichen für beide tätig werden soll.

Dass die Partner einer Nichtehelichen Lebensgemeinschaft gegenüber keine Rechte und Pflichten eingehen bedeutet auch, dass, wenn beide in einer Wohnung wohnen auch beide mit in den Mietvertrag aufgenommen werden sollten, damit beide die gleichen Rechte an der Wohnung haben. Ansonsten könne der alleinige Wohnungsinhaber als einziger Mieter den Anderen vor die Tür setzen.

Wird in eine nichteheliche Lebensgemeinschaft ein Kind geboren, wird der Vater nicht automatisch rechtlicher Vater des Kindes. Er muss die Vaterschaft (bestenfalls vor der Geburt) anerkennen und beide sollten eine gemeinsame Sorgerechtserklärung abgeben. Erst dann hat der Vater die selben Elternrechte für das Kind wie die Mutter.

Ein Partner kann beispielsweise nicht alleine eine Hausratversicherung abschliessen, für die auch der andere Partner Beiträge zu zahlen hat. Nichteheliche Partner haben ohne weitere Zustimmung des Anderen auch kein besonderes Zutrittsrecht zu einem Besuch im Krankenhaus.

Während in einer Ehe jeder Ehegatte für den anderen Geschäfte des täglichen Lebens eingehen kann und diesen damit auch rechtlich zur Zahlung verpflichtet etwa bei der Reparatur des gemeinsamen Familienautos, ist dies bei der Nichtehelichen Gemeinschaft anders. Der Auftraggeber ist zur Zahlungs verpflichtet, auch wenn er beispielsweise das Auto des Partners in die Inspektion bringt.

Im Falle einer Trennung einer Lebensgemeinschaft stellt sich bei einem gemeinsamen Mietvertrag die Frage wer in der Wohnung verbleiben darf. Wer erhält ein gemeinsam angeschafftes Auto? Wem steht ein Wohnrecht im gemeinsamen Haus zu?

In der Nichtehelichen Gemeinschaft behält der Eigentümer sein Güter. Gegenstände die zu gleichen Teilen von beiden gekauft wurden, müssten eigentlich geteilt werden. In der Praxis erfolgt meist eine gleichmäßige Aufteilung der Güter, oft verbunden mit einer Ausgleichszahlung. Bei Streit entscheidet das zuständige Amtsgericht, nicht das Familiengericht.

Sehr häufig stellt sich die Frage wie mit gegenseitigen Geschenken zu verfahren ist. Die Obergerichte haben hier oftmals entschieden, dass im Falle einer Trennung der Nichtehelichen Lebensgemeinschaft die Geschenke auf Wunsch des Schenkers zurück zu geben sind, da mit der Beendigung der Lebensgemeinschaft „die Geschäftsgrundlage“ für die Schenkung entfallen ist. Ob ein konkretes Geschenk in diesem Sinne zu betrachten ist, ist im Einzelfall zu prüfen.