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Elternunterhalt

Eltern schulden ihren Kindern Unterhalt - aber auch Kinder schulden ihren Eltern Unterhalt.

Während Ersteres eine Binsenweisheit ist, gewinnt der letztere Fall erst heute verstärkt Bedeutung und Bekanntheit.


Eltern, die in einem Heim leben und deren Rente die tatsächlichen Kosten des Aufenthalts nicht decken, haben unter üblichen Bedingungen einen unverzichtbaren Anspruch auf Unterhalt gegen ihre Kinder.

Zahlen die Kinder in dieser Situation nicht, etwa weil die Eltern ihre Kinder nicht zur Zahlung auffordern, werden die Eltern vom Sozialamt unterstützt.

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Allgemeinheit diese Mehrkosten dauerhaft übernimmt. Das Sozialgesetzbuch sieht eine Überleitung von Ansprüchen des alten Menschen gegen  Dritte auf das Sozialamt vor.

Dazu gehören auch Unterhaltsansprüche gegen die Kinder. Im September 2010 wurde entschieden, dass auch ein Sohn, der durch die Erkrankung der Mutter nicht von dieser betreut wurde, Unterhalt für seine Mutter für deren Heimaufenthaltes iHv 30.000 EUR zu leisten hat.

Grundsätzlich wird die Höhe dieser Leistungen nach der Höhe der Unterhaltsverpflichtungen und der Leistungsfähigkeit des Kindes bemessen, aber grundsätzlich ist diese Verpflichtung gegeben.

Ob Unterhaltsverpflichtungen für die Eltern oder Erstattungsforderungen seitens der Behörden zu erwarten oder gestellte Forderungen berechtigt sind, kann in einem Beratungsgespräch geklärt werden.

Der Regress der Behörden kann sich auch auf das Erbe beziehen. So kann das Sozialamt die erbrachten Leistungen aus einem folgenden Erbe zurückfordern, womit oftmals die ungünstige Teilungsversteigerung eines Hauses der Eltern vorprogrammiert ist.

Auch hier stellt sich die Frage, ob der konkrete Zugriff tatsächlich und in der Höhe berechtigt ist.

In einer Beratung können diese Fakten bewertet und das weitere Vorgeben gegen den Zugriff abgestimmt werden.